JWS 2010Campagnalandschaft, um 1850, Aquarell auf Papier, 45.6 x 62 cm, (c) Museum Zitadelle Jülich 2007
    Blick auf Sta. Constanza bei Rom, 1840, Skizzenbuch Italien, 2-teilig, Bleistift und Aquarell, (Doppelblatt), Clemens-Sels-Museum Neuss (Detail)  
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Die weite Ferne so nah
Johann Wilhelm Schirmers Reiseskizzen

25. April 2010 – 1. August 2010
Clemens-Sels-Museum Neuss

Im Mittelpunkt der Präsentation "Die weite Ferne so nah", die vom 25. April bis zum 1. August 2010 im Clemens-Sels-Museum gezeigt wird, stehen rund 180 Zeichnungen und Aquarelle aus dem hauseigenen Bestand, die den künstlerischen Werdegang des Malers Johann Wilhelm Schirmer (1807-1863) dokumentieren. Ausgehend vom Rheinland unternahm dieser von 1827 bis in die 1860er Jahre hinein viele Reisen durch Europa, die ihn von Neuss über die Schweiz und Italien bis nach Frankreich führten. Auf den zahlreichen Freilichtstudien hielt Schirmer die regional unterschiedlichen Landschaften, Vegetationen, Architekturdenkmäler und Menschen fest.

Im vergleichenden Nebeneinander mit einer Auswahl namhafter Leihgaben gewähren die Blätter einmalige und aufschlussreiche Einblicke, inwieweit die bedeutenden Skizzenbuch- und Einzelblätter Eingang in seine Gemälde fanden. Ein exquisites Beispiel für die zeichnerische Vorbereitung und detailgenaue Übernahme eines Bildmotivs liefert das berühmte Gemälde "Eine Waldgegend; Landschaft nach eigener Erfindung", das man gemeinhin unter dem Titel "Deutscher Urwald" kennt. In das großformatige Gemälde, welches den jungen Schirmer 1828 während einer Ausstellung in der Berliner Königlichen Akademie der Künste gewissermaßen über Nacht bekannt machte, übertrug er die Zeichnung des liegenden Schützen mit Hund, die sich im Besitz des Clemens-Sels-Museums befindet.

Für die in späteren Jahren bedeutend freiere Umsetzung der Studien kann die wichtige "Römische Campagna mit Wasserleitung" als beispielhaft gelten, zu der sich Schirmer von einer Bleistiftzeichnung aus dem italienischen Skizzenbuch von 1839/40 inspirieren ließ, indem er insbesondere das auf einem Doppelblatt skizzierte Landschaftspanorama auf den Verlauf der antiken Wasserleitung "Acqua Claudia" reduzierte.

Darüber hinaus werden in der Ausstellung die weiteren Funktionen der Skizzenblätter für den Künstler - wie die Erweiterung seines Motivrepertoires oder die Verwendung als Lehrmittel für seine zahlreichen Schüler - veranschaulicht. Überraschend sind dabei auch die vielen Figuren- und Kostümstudien, die Schirmer auf den Blättern des Clemens-Sels-Museums festgehalten hat: Die Genauigkeit und die Vielfalt dieser Momentaufnahmen räumen ein für alle Mal mit dem Vorurteil auf, Schirmer habe keine menschlichen Gestalten darstellen können. Zudem geben die Blätter Aufschluss über seine künstlerischen Vorbilder, die er auf seinen Reisen am Original studierte, modifizierte und in Auszügen in seine Gemälde übertrug.

Besondere Höhepunkte der Präsentation bilden die Hörstationen, die die persönlichen Reiseeindrücke Johann Wilhelm Schirmers anhand von vielsagenden Ausschnitten aus seinen Briefen und Tagebüchern zum Leben erwecken. Außerdem wird das Skizzenbuch des Jahres 1831 mittels eines Touchscreens virtuell vervollständigt, so dass es erstmals wieder in Gänze betrachtet werden kann.



 


Eintrittspreise
Erwachsene 3,50 Euro
Kinder und Jugendliche
von 6 bis 18 Jahren

sowie Sozialhilfeempfänger und Studenten
bis 27 Jahre: 2,50 Euro
Familien 10 Euro

Öffnungszeiten
Di bis Sa von 11 bis 17 Uhr
Sonn- und Feiertage von 11 bis 18 Uhr

Clemens-Sels-Museum Neuss
Am Obertor
D-41460 Neuss
Tel.: +49(0)2131-904141
Fax: +49(0)2131-902472
info@clemens-sels-museum.de

Presseansprechpartner
Marion Schatten
Tel.: +49(0)2131-904142
Marion.Schatten@stadt.neuss.de

Pro Classics
van den Hoogen
+49(0)2181-211670
proclassics@aol.com

Weitere Informationen
www.clemens-sels-museum.de


Clemens-Sels-Museum Neuss

   
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