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Johann Wilhelm Schirmer
Vom Rheinland in die Welt
1827, in der Hoch-Zeit der Romantik, gründeten zwei Kunststudenten in Düsseldorf den »Landschaftlichen Komponierverein«. Johann Wilhelm Schirmer und Carl Friedrich Lessing spürten, dass die althergebrachten Malweisen, die auf den Akademien gelehrt wurden, den romantischen Idealen der Zeit nicht gerecht wurden. In Studien »vor der Natur« nahmen sie detailgetreu die Vegetation und Landschaft auf. Diese Studien wiederum waren das Ausgangsmaterial für raffiniert komponierte Landschaftsbilder, die als Projektionsfläche für Gefühle und Stimmungen dienten. Der neue Stil traf den Nerv der Zeit. Aus der studentischen Initiative wuchs ein neuer Lehrzweig, die Landschaftsklasse der Düsseldorfer Malerschule, zu deren Leiter Johann Wilhelm Schirmer berufen wurde. Hunderte von Schülern trugen die Landschaftsmalerei, welche die Kunst und Sehgewohnheiten entscheidend prägte, vom Rheinland in die Welt hinaus.
Die Ausstellungen und Veranstaltungen stellen die künstlerischen und maltechnischen Prinzipien Johann Wilhelm Schirmers und der Düsseldorfer Landschaftsmalerei vor, zeigen die Beziehung zwischen realer und abgebildeter idealisierter Landschaft auf und demonstrieren den Einfluss der neuen Maltradition auf die Kunst des 19. Jahrhunderts.
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