JWS 2010Caspar Scheuren: Landsknechte im Kahn auf dem Weg zur Burg, Öl auf Leinwand, o. J., Privatbesitz
    Caspar Scheuren: Landsknechte im Kahn auf dem Weg zur Burg, Öl auf Leinwand, o. J., Privatbesitz (Detail)  
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19. September 2010 - 16. Januar 2011
Caspar Scheuren
Zum 200. Geburtstag des rheinischen Spätromantikers

 

Der Maler und Graphiker Caspar Scheuren (Aachen 1810-1887 Düsseldorf) war einer der produktivsten Künstler der Düsseldorfer Malerschule. Zeitlebens war Schirmer sein großes Vorbild. Seiner Malerei brachte er eine bewundernde Verehrung entgegen, die in vielen seiner Landschaftsbilder spürbar ist. Sein umfangreiches Werk ist bislang wenig erforscht und kaum je in größerem Umfang ausgestellt worden. Scheuren war nicht nur Maler, sondern gleichermaßen Graphiker und Illustrator und in diesem Sektor außerordentlich gefragt. Neben den zahlreichen Aquarellen und Landschaftsgemälden begründeten vor allem seine diversen Rheinalben seinen Ruhm als Künstler. Scheurens enger Kontakt zum preußischen Hof und seine Bereitschaft, die kulturpolitischen Leistungen des Königshauses in seinen Rheinpublikationen zur Anschauung zu bringen und dabei "Landschaft, Sage, Geschichte und Monumentales" (so der Titel eines großformatigen Rheinalbums) zu einem vielschichtigen Bilderkosmos zu verweben, machten Scheurens spätromantische Bildfindungen zu einem populären, in allen bürgerlichen Schichten verbreiteten Wandschmuck.

Seine Farblithographien und Radierungen gehen in die Hunderte. Er schuf Gelegenheitsgraphik wie z. B. Plakate für die Künstlerfeste des "Malkasten", illustrierte Bücher, gestaltete Arabeskenschmuck für Gedichtbände, arbeitete für die Leipziger Illustrierte, das Düsseldorfer Künstler-Album und viele andere viel gelesene Periodika der damaligen Zeit. In seiner ungewöhnlichen Vielseitigkeit spiegelt sich eindrucksvoll wie in kaum einem anderen Œuvre die unternehmerische Seite einer Düsseldorfer Künstlerexistenz. Dass seine beliebten Bildmotive schließlich Eingang in die Welt der Gebrauchsgüter fanden, verwundert nicht.

Von großem Interesse sind auch Scheurens hervorragende Kontakte zur Neuen Welt. In Cincinnati/Ohio versorgte er einen deutschstämmigen Apotheker, den Sammler Wilhelm Karrmann, über viele Jahre mit aktuellen Informationen aus der Kunstszene am Rhein und sandte ihm immer wieder Bilder nach Amerika, insbesondere von Schirmer. Sie gelangten z. T. in die Privatsammlung von Karrmann, z. T. wurden sie in den dortigen Industrie- und Kunstausstellungen gezeigt, die Karrmann in Cincinnati mit organisierte. Dieser rege Kunsttransfer ist in einer Fülle von Briefen Scheurens dokumentiert und wird in der Ausstellung dargestellt.

Mit der Ausstellung der Städtischen Galerie Villa Zanders wird der Versuch unternommen, nicht nur dem großen Werk dieses Künstlers mit vielen bislang unbekannten Leihgaben schärfere Konturen zu verleihen, sondern auch sein Wirken erstmals in internationale Zusammenhänge einzubinden. Die Ausstellung betritt damit Neuland und vermag die Vorstellung von der überregionalen Wirksamkeit und Ausstrahlung der Schirmer-Schule zu erweitern.


>> zur Schirmer-Ausstellung in der Städtischen Galerie Villa Zanders

 


Eintrittspreise
bei Scheuren 4,00
ermäßigt 2,00 Euro

Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr, Sa 14-18 Uhr
Do 14-20 Uhr und
So 11-18.00 Uhr
Montag geschlossen

Städtische Galerie
Villa Zanders

Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2202-142356
und +49(0)2202-142334
Fax: +49(0)2202-142340
Mail: museum@stadt-gl.de

Presseansprechpartner
Frau Michels
Telefon: +49(0)2202-142356

Weitere Informationen
www.villa-zanders-gl.de


   
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